Das von Innotour geförderte Projekt «Angebots- und Produktinnovationsförderung bei den Schweizer Wellness-Destinationen» wurde erfolgreich abgeschlossen und hat wichtige Impulse für den zukünftigen Wellness-Tourismus in der Schweiz gesetzt. Unter der Leitung von Roland Lymann (Institut für Tourismus und Mobilität ITM der Hochschule Luzern – Wirtschaft) sowie Rafael Enzler und Nadine Fernández (gutundgut gmbh) wurde das Projekt ins Leben gerufen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wellness-Destinationen durch innovative Produktentwicklung und verstärkte Zusammenarbeit zu fördern.
Ein zentrales Ergebnis war die Entwicklung eines strukturierten «Musterablaufs» für die Produktentwicklung im Wellness- und Gesundheitstourismus. Dieser systematische Leitfaden unterstützte die Destinationen dabei, neue Angebote zu schaffen, die gezielt auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmt sind. Der «Musterablauf» deckte alle Schritte von der Konzeptualisierung über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung von Wellness-Produkten ab. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Integration gesundheitsfördernder Elemente wie Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung gelegt.
Die Durchführung von Partner-Workshops in Destinationen wie Bad Zurzach, Baden, Scuol und Leukerbad ermöglichte die Entwicklung von massgeschneiderten Angeboten, die direkt den Bedürfnissen der Zielgruppen entsprachen. Eine von der HSLU durchgeführte Gästebefragung lieferte dafür wertvolle Erkenntnisse, die in die Angebotsgestaltung einflossen. Die Ergebnisse zeigten unter anderem, dass Gäste in Ausflugsorten verstärkt nach Angeboten zur Gesundheitsförderung und Selbstfürsorge suchen, während Feriengäste mehr ganzheitliche Angebote wünschen, die Naturerlebnisse und soziale Aspekte einbeziehen.
Ein nachhaltiges Netzwerk von Wellness-Destinationen wurde aufgebaut, das den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit fördert. Diese Kooperation hat nicht nur die Angebotsqualität verbessert, sondern auch zukunftsorientierte Konzepte wie die «Kulturheiltage Schweiz» hervorgebracht, die zur Gesundheitsförderung und nachhaltigen Entwicklung in der Region beitragen. Besonders wertvoll war die enge Zusammenarbeit mit renommierten Partnern wie der EGK-Gesundheitskasse, der Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin (SNE, insbesondere mit Prof. Dr. sc. med. Urs Gruber) sowie den Destinationen Leukerbad, Baden, Zurzach und Scuol.
Durch diese Initiative wurde ein bedeutender Beitrag zur Weiterentwicklung des Wellness-Tourismus in der Schweiz geleistet. Zudem bildet sie die Grundlage für zukünftige Kooperationen und nachhaltige Projekte. Die entwickelten Werkzeuge und Methoden bieten anderen Destinationen wertvolle Impulse, um ihre Wellness-Angebote weiterzuentwickeln und auf dem internationalen Markt erfolgreich zu positionieren.