In der Übersicht
Die rasant steigenden Gesundheitskosten stellen die Schweiz vor grosse Herausforderungen. Im Jahr 2020 beliefen sich die Gesundheitsausgaben auf 12.4% des BIP, mit weiterem Anstieg in der Zukunft. Dies belastet das Gesundheitssystem, die Wirtschaft und die Bürger. Seit geraumer Zeit werden diesbezüglich verschiedene Faktoren und Stakeholder diskutiert und deren Beitrag zum Anstieg der Gesundheitskosten. Ein Bereich, der bislang kaum beleuchtet wurde, ist Research respektive Innovation to Market.
Innovationen im Gesundheitsbereich bergen grosses Potenzial für Kostenreduktionen und Effizienzsteigerungen inklusive der Bekämpfung des Fachkraftmangels. Die Schweiz investiert zunehmend in gesundheitsbezogene Innovationen, wie die Strategie «Gesundheit2030» des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zeigt. Trotz dieser Investitionen wird ein Grossteil der Innovationen nur verzögert oder gar nicht im Markt umgesetzt. Ziel dieses Projekts ist es, Methodiken zu entwickeln und
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relevante Quellen zu sammeln, die als Grundlage für eine spätere Studie dienen, um die Ursachen für Verzögerungen beziehungsweise Nichtumsetzung von Innovationen zu identifizieren und analysieren, und ergänzend, wie diese zur Bewältigung des Fachkräftemangels beitragen können. Ein Fokus liegt darauf, die relevanten Stakeholder zu analysieren und auf Basis ihrer Interessen den Rahmen der Studie zu definieren und zu systematisieren. Zusätzlich sollen Quellen erarbeitet werden, die es ermöglichen, das Einsparpotenzial durch erfolgreiche Innovationen sowie die Kosten durch nicht umgesetzte Innovationen zu ermitteln. Auf Basis dieser entwickelten Ansätze und Materialien wird anschliessend ein Antrag für ein Innosuisse-Projekt gestellt.