Overview
Die Mehrheit der Unternehmen in der Schweiz sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). KMU benötigen Bankdienstleistungen in vielfältiger Weise (z. B. für Kontoführung, Zahlungsverkehr und Kredite). Bemerkenswert ist, dass etwa jedes zehnte KMU zwar Bedarf für einen Bankkredit hat, jedoch keinen Kredit beantragt. Die Gruppe dieser «entmutigten» KMU ist auffallend hoch, vor dem Hintergrund, dass nur 3 Prozent der KMU-Kreditanträge von Banken abgelehnt werden.
KMU empfinden den Prozess zur Erlangung eines Bankkredits oft als zu aufwendig. Viele KMU befürchten zudem, entweder keinen Kredit zu erhalten oder nur unter ungünstigen Konditionen wie hohen Zinsen. Dies hat zur Folge, dass sich KMU trotz bestehendem Bedarf entweder gegen eine Finanzierung und damit Weiterentwicklung oder für alternative Kreditgeber entscheiden. Beides liegt nicht im Interesse von Banken. Was können Banken dagegen tun? Die digitale Transformation von Kreditprozessen und deren Unterstützung mittels Künstlicher Intelligenz (KI) bieten ein erhebliches Optimierungspotential.
In dieser Studie zeigen wir auf, wo Kreditprozesse bei Banken aus Optik der Kunden heute oftmals noch zu aufwändig sind, in welchen Bereichen es Optimierungspotential gibt und für welche Art von KMU-Krediten es sich möglicherweise lohnt, digitale bzw. KI-gestützte Lösungen einzuführen.